Allgemeines

Der Digitale Wenker-Atlas (DiWA) ist eine Forschungsplattform, die wissenschaftliche Materialien zu den Regionalsprachen des Deutschen bündelt. Verbindendes Element aller Materialien ist ihre direkte Vergleichbarkeit mit den von Georg Wenker zwischen 1876 und 1888 erhobenen Daten zu den deutschen Dialekten. Umgesetzt wurde der DiWA mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2001 bis 2009 im Marburger Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas.

Zeitlich reichen die verfügbaren Daten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Darunter finden sich nicht nur Tausende von Sprachkarten und Tonaufnahmen, sondern auch eine extrem umfangreiche Bibliographie der Regionalsprachen in Deutschland, die historisches wie aktuelles und sogar unpubliziertes zusammenträgt. Mit all diesen Informationen ist der DiWA die weltweit größte Fachdatenbank der Regionalsprachforschung. Jedem Interessierten eröffnen sich eine Vielfalt des wissenschaftlichen Zugangs - und das kostenfrei.

Der eigentliche Wert des DiWA besteht allerdings nicht allein im Umfang seiner Daten, sondern vor allem darin, diese Daten miteinander kombinieren zu können. Dem Benutzer bieten sich dadurch bislang ungekannte Möglichkeiten der Datenanalyse. Doch damit wird auch deutlich: Das maximale Potential des DiWA liegt in der Beherrschung der vollen Funktionalität.