Tipps zur Bedienung

 

ganz allgemein:

Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, den DiWA mit mehreren gleichzeitig geöffneten Browserfenstern zu bedienen. Manche Interessen lassen sich darüber recht gut bedienen und in Teilen verfährt das System auch selbst in dieser Weise.

Versuchen Sie es, wenn Sie z.B. eine Karte gleichzeitig im Überblick und in einer bestimmten Zoomstufe sehen wollen oder etwa zwei Kartenausschnitte unterschiedlicher Regionen auf einen Blick gezoomt halten wollen.

Haben Sie bei solch komplexen Anwendungen aber bitte auch Nachsicht, wenn Sie den Browser in die „Knie zwingen“ sollten.

 

etwas spezifischer:

Wie finde ich einem Wenkerbogen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen digitalisierten Wenkerbogen zu finden und zu öffnen. Im Folgenden werden die beiden geläufigsten beschrieben.

 

   

1. Möglichkeit

   
     

Um in die Suchfunktion des Wenkerbogen-Katalogs zu gelangen, gehen Sie bitte auf: 

  • DiWA Wenkerbogen Katalog

 
     

In einem neuen Fenster öffnet sich die Suchfunktion des Wenkerbogen-Katalogs.

Geben Sie nun im Feld „Suchbegriff“ den gewünschten Ort ein und gehen Sie dann auf: 

  • Suchen

 

 

 
     

Im unteren Teil der Seite erscheint das Suchergebnis. (Oft sind auch mehrere Ergebnisse möglich.) Gehen Sie nun auf

  • Anzeigen

 

 
     
     
In einem neuen Fenster erscheint die (Rück-)Seite des Wenkerbogens: Hier befinden sich die transliterierten Wenkersätze des gesuchten Ortes.

Im oberen Teil des Fensters können Sie auf Seite 2 (Vorderseite des Wenkerbogens) wechseln.

 
     
2. Möglichkeit    
     

Es ist ebenso denkbar, sich anhand einer geographischen Karte zu orientieren, um sich so für einen speziellen Wenkerbogen zu entscheiden.

Hierzu gehen Sie bitte zunächst auf

  • DiWAKarten

 
     
In einem neuen Fenster öffnet sich die „Arbeitsfläche“ (der Kartentisch) des digitalen Wenkeratlas.

In der Spalte links neben der Grundkarte (sog. Kartenleiste) finden Sie unter anderem eine Suchfunktion für Orte. Geben Sie den gewünschten Ort in das Suchfeld ein.

Bei korrekter Schreibung werden unter dem Suchfeld ein oder mehrere mögliche Suchergebnisse angezeigt, aus denen Sie wählen können.

 
     

Wenn Sie einen bestimmten Ort durch Anklicken ausgewählt haben, erscheint im Kartenteil rechts (sog. Darstellungsfenster) der Kartenausschnitt mit dem dazugehörigen Ort. Der betreffende Ort wird durch ein rotes Fadenkreuz angezeigt.

Für die meisten Orte stehen zusätzliche Links bereit, die auf Wenkerbogen, Tonaufnahmen und Ortsmonographien verweisen. Diese Links werden farblich unter der Angabe des Ortes aufgeführt.

Im Beispiel liegt für den Ort Beddelhausen ein digitalisierter Wenkerbogen vor. Um den Wenkerbogen zu öffnen, gehen Sie bitte auf

  • Wenkerbogen (Signatur)

 
     

In einem neuen Fenster erscheint die (Rück-)Seite des Wenkerbogens des Ortes: Hier befinden sich die transliterierten Wenkersätze.

Im oberen Teil des Fensters können Sie auf Seite 2 (Vorderseite des Wenkerbogens) wechseln.

Dort befinden sich Eintragungen des Lehrers über Schulort, Kreis, Regierungsbezirk, Staat, Name des Lehrers, Geburtsort des Lehrers + Regierungsbezirk und Staat

Zusätzlich folgen vorgefertigte Fragen, die durch den Lehrer durch beantwortet werden sollten.

 
     

 

Wie erfahre ich, wie ein bestimmtes Wort an einem bestimmten Ort überetzt wurde?

Der DiWA bietet verschiedene Möglichkeiten, um Näheres über den Dialekt in einem bestimmten Ort oder einer Region herauszufinden.

Es besteht entweder die Möglichkeit, den speziellen Wenkerbogen (= 1) einzusehen, verfügbare Sprachaufnahmen (= 2) anzuhören oder die Wenkerkarten (= 3) nach Informationen zu durchsuchen.

Im Weiteren erfahren Sie, wie Sie mit diesen Möglichkeiten umgehen können.

Um einen Ort zu finden, tragen Sie den Ortsnamen in das Suchfeld am linken Rand ein. Als Beispiel wählen wir Marburg an der Lahn.

Unterhalb des Suchfeldes erscheint eine Trefferliste, aus der Sie auswählen können. Durch Anklicken des Ortes wird dieser dann im Kartenteil durch ein rotes Fadenkreuz markiert.

Soweit vorhanden erscheinen unter der Rubrik „Daten“ Links zu Sprachproben, Wenkerbogen und Ortsbibliographien (vgl. voranstehende Abbildung).

 

Um eine Sprachkarte - z.B. für das Lemma „Pfund“ - aufzurufen, gehen Sie zunächst  in das Kartenverzeichnis. Drücken Sie hierfür

  • Auswahl

In einem neuen Fenster öffnet sich das Kartenverzeichnis.

Geben Sie nun in das Suchfeld das gewünschte Lemma (hier: „Pfund“) ein und starten Sie die Suche (= 1).

Bei erfolgreicher Suche erscheinen unterhalb der Suchfunktion die Ergebnisse (= 2), aus denen Sie die gewünschte Karte auswählen. Klicken Sie hierfür

  • Karte hinzufügen

Schließen Sie danach die Suchfunktion, um zurück in den Arbeitsbereich zu gelangen.

Mit Hilfe der Wenker-Karte und der Legende, die Sie durch Anklicken des Legendensymbols (= 1) öffnen können, können Sie bereits jetzt erfahren, wie das Wort „Pfund“ in Marburg an der Lahn zur Zeit Wenkers ausgesprochen wurde.

Eine weitere Möglichkeit bietet der Blick in den Wenkerbogen des Ortes.

Den Wenkerbogen öffnen Sie, indem Sie im Bereich „Daten“ den Wenkerbogen anklicken.

 

In einem neuen Fenster wird der entsprechende Wenkerbogen geöffnet.

Da die meisten Wenkerbogen in Kurrentschrift verfasst sind, wird manchem Leser eine Zeichentabelle hilfreich sein, die Sie >>hier finden können. (=http://www.diwa.info/Projekt/Ressourcen.aspx)

Um sich besser innerhalb der Wenkersätze orientieren zu können, kann die Liste der abgefragten Sätze hilfreich sein. Die Liste finden Sie >>hier. (http://www.diwa.info/Geschichte/Wenkersaetze.aspx?set=3)

Tipp: Öffnen Sie diese Links in separaten Browsern.

 

Die dritte Möglichkeit, zur Erschließung der Aussprache eines bestimmten Wortes in einem Ort, bieten die Tonaufnahmen.

Ob es bereits Tonaufnahmen für einen Ort gibt, sehen Sie im Datenfeld des jeweiligen Ortes.   

Für Marburg liegen z.B. zwei Tonaufnahmen von ortsansässigen Sprechern vor, die Sie anhören können, indem Sie die gewünschte Sprachprobe anklicken. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie vergleiche ich zwei oder mehrere Lemmata mit einander?

Klicken Sie im Kartenverzeichnis auf

  • Auswahl

 
Wählen Sie nun das erste Lemma, indem sie in das Feld „Suche nach“ das gewünschte Lemma eintragen und starten Sie die Suche wie gewohnt.

Unterhalb der Suchfunktion erscheint eine Liste von Ergebnissen (hier mit einem roten Kasten markiert).

Wählen Sie eine der aufgeführten Karten indem Sie auf

  • Karte hinzufügen

klicken (hier mit einer grünen Ellipse markiert). Schließen Sie nun das Kartenverzeichnis.

 

Es erscheint die Arbeitsfläche. Die ausgewählte Karte liegt nun bereit.

Um die Karte für das zweite Lemma zu öffnen, verfahren Sie in derselben Weise wie zuvor.

 

Vergleich der Karten

Die ausgewählten Karten liegen nach den oben beschriebenen Schritten in der Reihenfolge der getroffenen Auswahl übereinander.

Die Grundkarte, die Ortsnamenkarte und die ausgewählten Karten sind in der Kartenleiste aufgelistet.

Karten, die nicht benötigt werden, können gelöscht werden. Hier z.B. die Karte „Durst“. Klicken Sie dazu auf das in der Abbildung rot umrandete Symbol.

Sie werden im Anschluss vom System um eine Bestätigung des Löschvorgangs gebeten.

Um die in Frage kommenden Karten mit einander zu vergleichen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • Im Darstellungsfenster wird zunächst immer die Karte angezeigt, die oben in der Kartenleiste steht (hier grün markiert). Um eine Karte nach oben zu schieben, klickt man sie mit der linken Maustaste an, hält die Taste gedrückt und zieht sie an den Anfang der Liste.

  • Die Opazität, also die Durchsichtigkeit einer Karte, kann durch einen Regler verändert werden (hier rot markiert). Die Opazität muss/kann für jede einzelne Karte eingestellt werden. Dazu muss die betreffende Karte ausgewählt werden, indem man auf ihre Beschriftung klickt, so dass sie farbig unterlegt ist. Anschließend kann ein bestimmter Opazitätsgrad eingestellt werden.

Die Funktion des automatischen Opazitätswechsels bewirkt, dass die ausgewählten Karten automatisch ineinander übergehen. Es empfiehlt sich, lediglich die  Karten in der Kartenleiste zu behalten, die von Interesse sind (hier z.B. „Wetter“ und „Pfeffer“).

Um den automatischen Opazitätswechsel zu aktivieren, gehe Sie auf

  • Auto (rote Markierung)

Um den Vorgang anzuhalten, gehen Sie auf das dann sichtbare

  • Stopp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In welcher Sprachregion liegt ein bestimmter Ort?

Um herauszufinden, in welcher übergeordneten Sprachregion ein bestimmter Ort liegt, muss dieser zunächst auf der Karte ausfindig gemacht werden.

Am Einfachsten gelingt dies mit der Ortssuche. Geben Sie hierzu den gewünschten Ort, als Beispiel in diesem Fall „Gelsenkirchen“, in das Suchfeld (= 1) ein. Unterhalb des Suchfeldes erscheint das Ergebnis.

Wenn mehrere Orte mit ähnlichem Namen aufgeführt werden, wählen Sie den entsprechenden Ort aus, indem Sie ihn anklicken.

Der Ort wird in der Karte mit einem roten Fadenkreuz markiert (= 2).

 

Um eine Dialekteinteilung aufzurufen, öffnet man die entsprechenden Hilfskarten im Kartenverzeichnis unter
  • Atlas

In diesem Fall ist es die Kategorie

  • Dialekteinteillungen

Wir wählen im Beispiel die Einteilung nach Wiesinger (1983).

In der Kartenauswahl öffnet man das

  • sprachliche Interpretament Dialekteinteilungskarte nach Wiesinger

 

Im Kartenteil lässt sich nun erkennen, dass Gelsenkirchen am westlichen Rand des Westfälischen gelegen ist.

 

 

Wie unterscheide ich alte und neue Ortsnamen?

Die Lautkarten Wenkers decken das Deutsche Reich um 1900 ab. Der nord-östliche Kartenteil beinhaltet die baltischen Staaten (Lettland und Litauen), die russische Exklave Kaliningrad, Polen und Tschechien. Der süd-westliche Kartenteil beinhaltet die französischen Regionen Lothringen und Elsass. Besonders in diesen Gebieten kam es bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu Änderungen der Ortsnamen.

Mit Hilfe der Wenkerbogen-Suchfunktion ist es z.B. möglich, sowohl nach dem landessprachlichen, als auch nach dem eingedeutschten Ortsnamen zu suchen.

Gehen Sie auf

  • DiWAWenkerbogenKatalog

In einem neuen Fenster öffnet sich die Suchfunktion für die Wenker-Fragebogen.  Die Suchoptionen „Schulort“, „Kreis“, „Regierungsbezirk“ und „Staat“ bilden die historischen Angaben ab.

Die Suchoption „Ortspunkt (heutiger Ortsname)“ liefert den heutigen Ortsnamen.

 

Alle Suchoptionen sind frei wählbar. Gibt man z.B. den polnischen Ortsnamen „Kopaniec“ als Suchbegriff ein, erhält man das abgebildete Ergebnis (beachte grüne Markierung). 

Als Ortspuntk ist Kopaniec ausgewiesen.

Als Schulort ist Seiffershau (Kreis Hirschberg etc.) ausgewiesen.

Für den gesuchten Ortspunkt kommen folglich zwei Ortsnamen in Frage.

 

Wie interpretiert man eine Legende?

Die Legenden sind Teil der Sprachkarten. Sie geben Auskunft über die Verteilung und Ausbreitung der dokumentierten Sprachvarianten.

Der Aufbau der Legenden erfolgt nach einem festen Schema.

Das Beispiel bezieht sich auf den Kartenteil NW für das Thema „Kind“.

  • Die Angaben im hier rot markierten Feld zeigen die Verbreitung der Leitformen an, die für eine bestimmte Region angesetzt wurden. Diese Regionen sind durch Grenzen (sog. Isglossen) umrandet oder ggf. als Fläche farbig markiert (s.u.). Die Kästchen symbolisieren diese Flächenmarkierungen.

  • Die Symbole im grünen Feld stehen für lexikalische Sprachvarianten, die von der eigentlichen Leitform der Region abweichen.

  • Die Symbole im blauen Feld stehen für Varianten des Stammauslauts, die von der eigentlichen Leitformen der Region abweichen

  • Die Symbole im gelben Feld stehen für vokalische Varianten , die von der eigentlichen Leitform der Region abweichen.

Die geographische Verbreitung einer Variante wird wie gesehen durch Isoglossen angezeigt. Als Beispiel sind im dargestellten Kartenausschnitt fünf areale Verbreitungen zu erkennen:

  • dunkelbraune Umrandung: „kind“

  • pinkfarbene Umrandung: „kend“

  • grün schraffiert (von oben links nach unten rechts): „kengd“

  • orangefarbene Umrandung: „keind“

  • orangefarbene Umrandung, rot schraffiert (von oben rechts nach unten links): „keind“

Varianten, die innerhalb einer Flächenmarkierung liegen, aber auf lautlicher Ebene von der Hauptform abweichen, werden punktuell durch zusätzliche Symbole markiert.

Beispiel: Ort Frankenau

Frankenau liegt im Gebiet, in dem die Variante „kend“ vorherrscht (pink). Der Ortspunkt ist zusätzlich mit einem grünen Kreis markiert. Der Legende ist zu entnehmen, dass der Stammauslaut in diesem Fall nicht „-nd“ lautet, sondern „-ngd“. Für den Ort Frankenau bedeutet das, dass man nicht die Variante „kend“ sondern „kengd“ verwendet. 

 

Wie finde ich mehr über die Sprachverhältnisse in einem Bundesland heraus?

Beim Betrachten der Wenker-Karten fällt auf, dass Isoglossen nur sehr selten mit den heutigen (innerdeutschen) politischen Grenzen übereinstimmen. Am folgenden Beispiel des Wortes „Pferd“ wird gezeigt, wie sich die sprachlichen Realisationen im heutigen Bundesland NRW verteilen.

Um die Wenkerkarte für das Lemma „Pferd“ aufzurufen, gehen Sie zunächst in den Arbeitsbereich. Dort klicken Sie in der Kartenleiste auf

  • Auswahl

 

In einem neuen Fenster öffnet sich das Kartenverzeichnis. Geben Sie in das Suchfeld das gewünschte Lemma (hier: “Pferd“) ein.

 

Wählen Sie die Wenker-Karte aus und gehen Sie auf
  • Karte hinzufügen

Schließen Sie nun das Kartenverzeichnis, um in den Arbeitsbereich zurückzukommen

Im Darstellungsfenster ist nun die Karte „Pferd“ geöffnet.

 

 

Nun soll ein Layer zu den Bundesländern überlagert werden.

Wählen Sie in der Kartenauswahl

  • Atlas Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland

Wählen Sie aus dieser Kartensammlung die Karte

  • Verwaltungsgliederung 1997 Hinzufügen

Schließen Sie das Kartenverzeichnis.

 

Die Karte mit der Darstellung der deutschen Bundesländer liegt nun auf der Wenker-Karte „Pferd“.

 

Durch Modifikation der Opazität kann nun eine transparente Überlagerung der Karten vorgenommen werden. So wird deutlich, wie sich die heutigen Landesgrenzen zu den von Wenker gefundenen sprachlichen Grenzen verhalten.